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Freitag, August 03, 2018

Gartenbett / Fummelbunker

Es begann mit einer Idee...morgens um 10 Uhr. Ein Freund schickte mir ein Bild, von einem Bett im Garten...so eine Art kuschelige Laube mit Liegefläche. Vorhanden war - eine Matratze in den Maßen 140x200cm. MacGruber Pfusch & Co Ltd. war gefragt....

Eine Stunde später standen wir im Baumarkt und nach einer kurzen Durchplanung vor Ort kam folgendes Material in den Wagen:
  • 4 Kanthölzer für den Aussenbereich (72x72x2100mm)
  • 18 Kanthölzer (38x58x2000mm)
  • 10 Schalbretter (24x100x2000mm)
  • 12 Winkel (40x40)
  •  Schilfrohrmatte (120x600mm)
und noch eine Million Schrauben. (Mein Tipp: Schrauben immer im Angebot Discounter kaufen - und bitte nur noch Torx. Wer sich mit PH oder PZ abgibt, will leiden.)


Das Grundgerüst war relativ flott zusammengeschraubt, aber das ging nur zu zweit....zu wackelig sonst. Als Eckpfosten wurden die vorbehandelten Pfosten verwendet, so bleibt die Möglichkeit, das ganze Gestell noch mit Pfostenschuhen im Boden zu verankern. 

Für oben wurden zwei Kanthölzer auf eine Breite von 140cm gekürzt, die anderen konnten dank der 200cm Grundlänge einfach direkt verwendet werden. Die Kanthölzer sind mit Winkeln an die Pfosten geschraubt und zusätzlich später noch von außen mit langen Schrauben durch den Pfosten verbunden. 

Für den unteren Teil wurden zwei Kanthölzer für die Längsseite hochkant mit Winkeln und zusätzlichen Schrauben von außen befestigt, anschließend sieben Kanthölzer ebenfalls hochkant als Sparren über die Fläche verteilt, weil hier ja die Hauptbelastung abgefangen werden muss.

Die Schalbretter sind anschließend wie eine Art "Lattenrost" auf die Fläche verteilt und mit den Sparren verschraubt.


Nachdem diese Arbeiten komplett zu zweit erledigt wurden, konnte im weiteren Verlauf unterschiedliche Arbeiten erfolgen, zum einen wurde mit den Reststücken der Kanthölzer weitere Stabilisierungselemente in den oberen Ecken eingebracht und gleichzeitig aus der Schilfrohrmatte und Tacker der Sonnenschutz gefertigt. 


Mit den bislang übrigen Schalbrettern wurde die Verkleidung für die Seiten angebracht, die gleichzeitig auch die Matratze in Position halten.

Auf einer Seite wurde auch eine Ablage für Getränke und Deko angebracht - hier testweise mit diesem Biermodel zu sehen...


Nach ca. 3 Stunden Holzarbeit mit zwei Personen stand der Fummelbunker in seiner ganzen Pracht. Materialkosten waren ca. 120 Eur + Matratze die schon vorhanden war. 

Was fehlt ist noch eine Wetterschutzbehandlung der Holzkonstruktion, mit etwas mehr Geduld macht man die vorher ;-)



Und ein bisschen Stimmung in der lauen Sommernacht....



Tja dann, viel Spass damit... ;-)

UPDATE:

Der Anfangs ungeduldige Besitzer hat nachträglich noch etwas Holzschutzlasur und ein zusätzliches Kopfteil angebracht.
Der Belastungstest zeigte, dass ca. 300 kg problemlos von der Konstruktion verkraftet werden. Stabil Bruder!




Dieses Mal im Einsatz (Werbung):



Mittwoch, Juli 25, 2018

Palettenpool im Garten

Nachdem ich mich lange nicht mit den Aufblaspools / Planschbecken im Garten anfreunden konnte, ein echter Pool aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht in Frage kam und ich gerne Dinge einfach mal bastel, reizte mich die Idee des Palettenpools ungemein. Die Varianten als Bierkastenpool oder Strohballenpool schienen mir nicht haltbar genug, ausserdem hatte ich gerade nur ein paar Paletten auf Lager und nicht genug Leergut. Also der Palettenpool.

Das Prinzip ist ja aus mehreren dokumentierten Versuchen aus dem TV und Internet bekannt:

Als Grundlage eine ebene Fläche, ich habe eine gepflasterte Terasse mit 4x4 Metern, leider nicht absolut eben, was sich beim Füllstand bemerkbar macht, aber gut genug. Sonst ggf. Rasen etwas abtragen und begradigen, bei mir die Fläche kehren um keine Steine unter der Plane zu haben.


Anschließend die Gewebeplane verlegen. Da ich alleine gearbeitet habe, wurde Sie mit Schraubendrehern im Rasen fixiert - Heringe hatte ich gerade nicht zur Hand.


Zirkeltechnik mit Schnur und Edding ist auch kein Hexenwerk, ich wollte die Plane nicht mit einem Nagel zerstören und habe einfach einen dicken Holzklotz mit Schraube in die Mitte gelegt und den Radius von ca. 175cm eingestellt. Nach der Runde kam ich auch fast ganz genau wieder am Startpunkt an, war also nicht so schlecht.... ;-)


Dann wurden die Paletten angeschleppt, ich habe sie so hingestellt, das die Ecken sich quasi auf der Kreislinie berühren, die Palettenfläche steht INNEN im Kreis drin.


Oh. Ups. 9 Paletten später und nur sehr geringe Korrekturen benötigend ist der Kreis geschlossen.

Dann mit 10*2=20 Reststücken Dachlatten o.ä. die Paletten auf der unteren und mittleren Ebene mit jeweils zwei Schrauben pro Seite zusammengeschraubt. Dadurch, dass ich die Holzstücke auf ~30 cm Kaminlänge gesägt hatte, passten alle Stücke so, dass ich nicht mehr den Überstand mit der Stichsäge entfernen musste. Also zweimal Arbeit gespart..

Nach ca. 2 Stunden Arbeit (alleine) sah das Ergebnis so aus:


Beim nächsten Schritt wurde in den Videos im Netz meist mit alten Klamotten oder Decken die Lücke im Palettenboden geschlossen. Das war mir aber nicht gut genug, deshalb habe ich mit zwei Bünden Konstruktionslatten/Dachlatten (was halt in die Zwischenräume passt) und Schrauben die Paletten nahezu komplett geschlossen. Da die Latten in 2,40m angeboten wurde, war das ganze auch nur ein einziger Schnitt. Bei 9*4=36 Lücken die zu schließen waren, werden also 18 Latten benötigt




Oben aufliegend für den weiteren Aufbau, leider nicht in Bildern festgehalten, hatte ich mir breitere Schalungsbretter geholt, damit die oberste Ebene zwischen den Paletten verbunden und die Mitte mit den Resten soweit möglich aufgefüllt -  eine glatte Oberkante ist das aber noch nicht...

Über diese Bretter wurden dann die 8 Fleecedecken (130x170cm z.b. Kik,Ikea, etc - je 2,99 €) leicht überlappen mit der längeren Seite ausgelegt, so dass Sie unten noch leicht in die Bodenfläche hereinragen. Wer unebeneren Boden hat oder mehr Decken, kann natürlich auch die Poolfolie noch mehr schonen, in dem auch auf der Bodenfläche Fleece ausgelegt wird. 5-6 Decken mehr schätze ich.


Anschließend die Decken knapp unter dem Rand außen festtackern, damit sie beim einlegen der Poolfolie nicht verutschen.
Dann können die Spanngurte angebracht werden. Ich habe im Netz ~ 12Eur für 4 Spanngurte a 6m bezahlt, je 2 Gurte reichen aussen herum.




Die Poolfolie (360x90cm ~ 40 Eur) konnte relativ einfach auch alleine im Pool ausgebreitet werden, das wäre aber auch ein Schritt, für den man eine 2. Person brauchen kann. Gut in die Ecken drücken und den Rand über die Poolkante klappen, Vorsicht wegen Beschädigungen an scharfen Kanten.


Nach noch einmal knapp 3 Stunden (insgesamt also ca 5. Stunden Alleinarbeit) endlich: Wasser Marsch.


Den üblichen Problemen, dass mit der ersten Lageänderung der Wasserschlauch ggf. aus dem Becken heraus bewässert, wurde mit einer simplen Konstruktion, die auch die Folie nicht perforiert, begegnet:


Da die Folie nach den ersten Kubikmetern stellenweise drohte in den Pool zu rutschen, musste Sie vorzeitig schonmal befestigt werden. Hierbei entstehen natürlich Löcher, deswegen möglichst grosse Holzstücke, die großflächigeren Druck auf die Folie ausüben um Sie in Position zu halten.


Mit temporärer Treppe aus Resten und komplett gefüllt nach ca. 10 Stunden Wassereinlauf sieht es dann so aus:


 Details wie der Handtuchhalter aus Bambusstangen und Schnur dürfen natürlich nicht fehlen


 Aus einem Restposten Hartholz-Terrassendielen wurde dann die Beckenumrandung. Die Gehrung ist durch die Bauweise natürlich leider nicht überall gleich, es muss also viel mit Augenmaß, anhalten und Gefühl gearbeitet werden. Das Hartholz lies sich aber super auf der Kappsäge schneiden, die Schraublöcher sind alle vorgebohrt und gesenkt, damit die Schraubenköpfe nicht die Badehose aufreissen. ;-) Die Umrandung hat ca. 2 Stunden Arbeitszeit gebraucht.


Zum Schluss fehlt dann noch die Verblendung, da meine Bambusmatten auf sich warten ließen, habe ich temporär mal mit dem grünen Balkon-Sichtschutz angefangen.


Dem Wasser noch etwas Zeit geben, dann kanns los gehen...



Fazit: Montags angefangen, Mittwochs den Rohbauvollendet, Donnerstag gegen 21 Uhr war die Wasserfüllung (unter Aufsicht) komplett - Am Freitag erste Poolparty.
Lediglich die Wasserfilteranlage muss noch justiert werden, gechlort wird über einen Schwimmer, damit die Tablette nicht mit der Folie in Berührung kommt.
Auf jeden Fall ein Superprojekt mit Benefit des täglichen Planschens....bei einem solchen Sommer wie bisher auf jeden Fall nachbauwert.

UPDATE:


Mit der neuen PVC-"Bambus"-Matte sieht es auf jeden Fall gleich noch mal eine Spur professioneller aus. Selbst die nicht so badebegeisterten Nachbarn kommen alle zum Gaffen und Biertrinken vorbei.


Aber nicht nur die Nachbarn, auch die Freunde kündigen sich in diesem Übersommer 2018 noch häufiger an wie sonst. Gut Plansch.

Dieses Mal im Einsatz (Werbung):


Montag, Juli 11, 2016

Build your own Bar - DIY Theke


Ein Kellerraum und eine paar alte, aber nicht so schäbige Küchenschränke über? Warum keine Kellerbar bauen. Hier eine rustikale Variante:

Die Gesamtbreite stand durch die Raumnische fest, etwas mehr als 1m war das Maximum für die Theke. Zuerst ein ein Rahmenwerk aus Konstruktionsholz zugeschnitten und so verschraubt, dass von außen keine Schrauben zu sehen sind.

Dafür auch die Leisten an den 7x7er Hölzern, so können die Frontplatten von innen unsichtbar verschraubt werden. Die Platten selbst sind alte Regalböden, die eh noch vorhanden waren.



Nach dem Testaufbau wird der Rahmen passend zur Wand lasiert und die Platten schwarz lackiert. Das Seitenteil ist so zugeschnitten, dass es eine später zu montierende Küchenplatte seitlich abdeckt


Über der Theke soll zumindest eine Beleuchtung entstehen, die Deckenkonstruktion lässt leider gewichtstechnisch kein Hängeregal für die Spirituosenflaschen zu.

Dafür wird in ähnlichem Stil aber mit deutlich dünneren (und leichteren) Hölzern ein Rahmenwerk geschaffen. Die Platten dazwischen entstehen aus einer leichten Schrankrückwand, die auch schwarz lackiert wird. 


Dann muss erstmal die alte Küche wieder aufgebaut, ausgerichtet und mit einer passend zugeschnittenen Arbeitsplatte verschraubt werden. Die Rückwand entsteht aus einem standard Regalboden (statt der völlig überteuerten Designrückwände).

Die Theke wird mit dem passenden Arbeitsplattenstück bündig mit der Küchenzeile verklebt und verschraubt.




Zum Schluss kann dann das obere Gegenstück über der Theke angebracht werden 


Ganz ok geworden, denk ich.

Anmerkung zur Thekenbleuchtung

Die eingebauten Spots sind Billigspots, die mit GU10-LEDs funktionieren. Die mitgelieferten LEDs waren für diese Zwecke jedoch viel zu hell und hatten mit 90° auch einen viel zu großen Abstrahlwinkel. Jetzt sind  2W LEDs mit einem Winkel von 38° und  120 lumen drin. Viel besser.

Anmerkung 2

Das Thekenbrett ist noch eine temporäre Lösung. Sobald ein passendes rustikales Brett gefunden ist, wird getauscht.

Dieses Mal im Einsatz (Werbung):